Neuigkeiten und Aktuelles

Erste Mitgliederversammlung in 2019

Die nächste Mitgliederversammlung des AK HuG NRW e.V. findet am Dienstag den 26.03.2019 um 13:00 Uhr im Bürgerhaus in Bienen, Grietherbuscher Straße 2, 46459 Rees-Bienen statt.

Neben den Jahresbereichten zu 2018 geht es unter anderem um den Ausgleich von landschaftlichen Eingriffen beim Deichbau.


Verabschiedung des Sprechers Hans-Heinrich Beenen

Laudatio für die Verabschiedung von Herr Beenen als Sprecher des AK HuG

Hans-Heinrich Beenen am 26.3.2015 in der Mitgliederversammlung zum neuen Sprecher des Arbeitskreises gewählt, Nachfolger für Herr von der Leyen, der den Arbeitskreis von 1996 bis Ende 2014 geleitet hat.
Herr Beenen hatte damit eine schwere Nachfolge und Tätigkeit angetreten, die er neben der Haupttätigkeit als Landwirt auf seinen eignen Hof und als Deichgräf des Deichverbandes Xanten-Kleve zu bewältigen hatte. Er leitete zu Beginn seiner Amtszeit einen großen Beitrag mit der Einleitung des mutigen Umbaus und Veränderung der Geschäftsstelle des AK HuG. Er warb erfolgreich beim Deichverband Bislich-Landesgrenze für die Aufnahme der Geschäftsstelle, die vom Bernshof in Rheinberg nach Emmerich zum DV Bislich-Landesgrenze verlegt wurde. Er scheute auch nicht vor den personellen Konsequenzen. Insbesondere die Kostensituation des Arbeitskreises und die Mitgliederbeiträge waren beim Umbau des AK HuG für ihn ein wichtiger Gesichtspunkt. Der Umbau des AK HuG beanspruchte viel Zeit und Nerven, so dass manche andere Themen in den Hintergrund gerückt wurden. Der Arbeitskreis ist heute mit einem finanziellen Polster ausgestattet. Er ist bereit die aktuellen Themen weiter anzugehen.
Während seiner bisherigen Tätigkeit als Sprecher fielen folgende Schwerpunkte, die ich beispielhaft aufzählen darf:

- Aussagen zur Zukunft des AK HuG
- Deichfahrplan – Deichsanierung bis 2025
- Entwicklung des Statusberichtes
- Probleme mit dem Kampfmittelräumdienst
- Wegfall von Ausgleichsmaßnahmen beim Deichbau
- Vergleich der Maßstäbe und Gebührensätze beim Hochwasser
- Bewirtschaftung von Deichflächen und Nutzung der Wege
- Umsetzung der WRRL
- Gespräche mit der Kommunalberatung
- Polderplanung und Nebengerinne
- Novelle des LWG
- Deutsch-niederländische Arbeitsgruppe
- Gespräch mit der Ministerin Schulz-Föcking

Alle diese Aufgaben wurden vom ihm intensiv mitgestaltet und mit begleitet. Dafür unseren Dank. Anfang 2018 hat nun er erklärt, dass alle drei Tätigkeiten – Hauptberuf als Landwirt, Deichgräf des Deichverbandes Xanten-Kleve und als Sprecher dieses Arbeitskreises – ihn überfordern würden und er keine Zeit mehr für die Familie hätte. Auch gesundheitliche Gründe spielten bei seiner Entscheidung, wie ich vernommen habe, eine Rolle. Er würde gerne die Tätigkeit als Sprecher des AK HuG in andere Hände legen.
Dies müssen wir als Mitglieder des AK HuG akzeptieren. Wir bedauern diese Entscheidung und hätten uns gewünscht, dass Herr Beenen seine Tätigkeit als Sprecher fortgesetzt hätte. Im Namen aller Mitglieder darf ich Hans Heinrich Beenen unseren Dank für die geleistete Arbeit als Sprecher des AK HuG aussprechen und für die Zukunft alles Gute wünschen. Einen schönen Blumenstrauß für seine Frau und Familie und für ihn ein Präsent als kleines Dankeschön darf ich Ihnen, Herr Beenen hiermit überreichen.


Mitgliederversammlung

Am Dienstag den 25.09.2018 fand die jährliche Mitgliederversammlung des AK HuG im Bürgerhaus in Bienen statt.
Zu diesem Anlass wurde Herr Hans Heinrich-Beenen (Deichgräf des Deichverbandes Xanten-Kleve), der seit 2015 Sprecher des AK HuG war, aus seinem Amt verabschiedet und Herr Holger Friedrich (Geschäftsführere des Deichverbandes Bislich-Landesgrenze) als sein Nachfolger gewählt.
Wir bedanken uns bei Herrn Beenen für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren und wünschen Ihm alles Gute.


Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des AK HuG auf dem Bernshof, Rheinberg wurde am 16.11.2016 geschlossen und zum Deichverband Bislich-Landesgrenze verlagert. Mit Verzicht auf eine hauptamtliche Geschäftsführung werden die Aufgaben umverteilt.


Emscher-Exkursion

Am 10. August 2016 fand die alljährliche Exkursion für die Mitglieder des AK HuG statt.

Es wurden die Umgestaltung der Emschermündung in Dinslaken und eine Pumpwerksbaustelle in Bottrop besichtigt.


Minister Remmel - NRW Umweltminister zeichnete engagierte Umwelt- und Naturschützer aus (04.05.2016)

Ausgezeichnet wurden fünf Ehrenamtler, die sich rund um das Thema “Lebendige Gewässer” verdient gemacht hatten.

Unter ihnen Heinz Hammans, Verbandsvorsteher WBV Gelderner Fleuth. Er setzte sich für die Durchführung von verschiedenen Renaturierungsmaßnahmen an den zum Teil stark veränderten Gewässern in seinem Verbandsgebiet ein.


Verabschiedung des Sprechers Friedrich Freiherr von der Leyen

Festveranstaltung zur Ehren Herrn Friedrich von der Leyens am 20. November 2015 im Hotel "Wacht am Rhein"

Herr von der Leyen war von 1997 bis 2004 Sprecher im Arbeitsausschuss des „Arbeitskreises der deichpflichtigen Wasser- und Bodenverbände und Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf“. Nach dem Zusammenschluss der Hochwasserschutz- und Gewässerunterhaltungspflichtigen wurde er auf der Gründungsveranstaltung im Jahr 2005 zum Sprecher des Arbeitskreises für Hochwasserschutz und Gewässer in NRW e.V. (AK HuG NRW) gewählt und übte dieses Amt bis März 2015 aus.

Für die Tätigkeit als Sprecher des AK HuG haben wir ihm in einer festlichen Runde am 20. November 2015 gedankt. Der neue Sprecher des AK HuG Herr Hans-Heinrich Beenen und der Staatssekretär Herr Peter Knitsch würdigten Herrn von der Leyen mit ihren Reden, Bundesministerin Frau Dr. Barbara Hendricks ließ ein Grußwort verlesen und Herr Dr. Alexander Schink Staatssekretär a.D. hielt einen überaus interessanten Vortrag zum Thema Hochwasserschutz, Unterhaltung und Ökologisierung.



Exkursion in die Niederlande

Baustelle - Nijmegen omarmt de Waal

Am 24. Juni 2015 fuhren die Mitglieder des AK HuG in die Niederlande und besichtigten das Projekt “Mehr Raum für den Fluss – Nijmegen omarmt de Waal”. Nach einer ausführlichen Einführung in das Projekt im Informationszentrum haben wir die beeindruckende Baustelle besichtigt. Durch Anlage einer Nebenrinne und Verlängerung der Brücken wird dem Fluss wieder mehr Raum gegeben. Im gleichen Zuge wird das Flussufer erlebbar gemacht und für die Freizeitgestaltung erschlossen.


Am Nachmittag erläuterten uns die Vertreter des Rijkswaterstaat die Funktionsweise des Regelwerks am Pannerdenschen Kanal. Das Bauwerk dient der Regulierung der Abwasserströme des Rheins im Hochwasserfall. 2/3 der Wassermenge werden über die Waal d.h. über den Delta-Rhein in die Nordsee abgeführt, 1/3 der Wassermenge werden dem Ijssel-System zugeführt. Anhand wissenschaftlicher Auswertungen der Abflusssituation der vorangegangenen Jahre werden die Schottbalken vor der Hochwassersaison gesetzt. Ein Schließen bzw. Öffnen der Tore während eines Hochwassers ist nicht möglich.


Elbe-Exkursion

Geschlossener Deich in Fischbeck

Vom 29. September bis zum 1. Oktober 2014 fand unsere dreitägige Exkursion in die 2013 vom Hochwasser überfluteten Gebiete an die Elbe statt.

Die 12 Teilnehmer starteten am Montagmorgen mit zwei Kleinbussen in Richtung Magdeburg. Am Nachmittag wurden wir von Vertretern des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt an den Ein- und Auslassbauwerken der Überflutungsflächen des Havelschlauchs bei Havelberg in Empfang genommen. 1955 wurden zusätzlich rechts und links der Havel Flächen eingedeicht, die bei extremen Hochwasserereignissen zur Kappung des Scheitels geflutet werden. Beim vergangenen Hochwasser 2013 konnte durch die Flutung der Havelpolder eine spürbare Entlastung für Wittenberge erreicht werden. Anschließend informierten wir uns über den Hergang des Deichbruchs in Fischbeck. Sehen konnten wir allerdings nichts mehr, der Deich war längst wieder in Stand gesetzt.


Deichbaustelle Lödderitzer Forst

Am 2. Tag besichtigten wir das WWF-Projekt bei Dessau im Lödderitzer Forst. Bereits 2001, also vor dem ersten verheerenden Hochwasser nach der Vereinigung, wurde im Rahmen dieses Naturschutzprojektes damit begonnen, einen überflutbaren Auenverbund zwischen Mulde- und Saalemündung an der Mittleren Elbe zu schaffen. In diesem Zuge wurde der linksseitige Deich rückverlegt und schafft so eine Wasserspiegelabsenkung im Hochwasserfall von 28 cm für die stromaufwärts liegende Stadt Aken. Es entwickelten sich sehr interessante Gespräche zwischen den Deichgräfen, der Projektleiterin vom WWF sowie dem Bauleiter, sodass wir uns erst am späten Nachmittag von unseren Gastgebern verabschiedeten.


Am Mittwochmorgen trafen wir uns mit einem Mitarbeiter des Landesbetriebs Hochwasserschutz am noch zu errichtenden, steuerbaren Flutungspolder Rösa an der Mulde. Die Ortschaften Rösa und Brösa erhalten beide eine ortsnahe Hochwasserschutzanlage. Auf dem Trassenverlauf des alten, am Gewässer liegende Banndeichs wird ein neuer Zwei-Zonen-Deich mit Stütz- und Dränkörper errichtet. Der so entstehende Polder wird bei extremen Hochwasserereignissen zur Kappung des Hochwasserscheitels an einer vorgegebenen Stelle gesprengt. Hierdurch lassen sich Wasserspiegelabsenkungen bei einem HQ 200 im Mittel von 20 – 50 cm bis zur Mündung der Mulde in die Elbe erreichen. Der Auslass erfolgt über ein Bauwerk.

Nachdem wir noch einen Blick über den gefluteten und als Naherholungsgebiet genutzten Tagebau Bitterfeld geworfen hatten, machten wir uns auf den Heimweg und kamen am Abend wieder wohlbehalten am Niederrhein an.