Neuigkeiten und Aktuelles

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des AK HuG auf dem Bernshof, Rheinberg wurde am 16.11.2016 geschlossen und zum Deichverband Bislich-Landesgrenze verlagert. Mit Verzicht auf eine hauptamtliche Geschäftsführung werden die Aufgaben umverteilt.


Emscher-Exkursion

Am 10. August 2016 fand die alljährliche Exkursion für die Mitglieder des AK HuG statt.

Es wurden die Umgestaltung der Emschermündung in Dinslaken und eine Pumpwerksbaustelle in Bottrop besichtigt.


Minister Remmel - NRW Umweltminister zeichnete engagierte Umwelt- und Naturschützer aus (04.05.2016)

Ausgezeichnet wurden fünf Ehrenamtler, die sich rund um das Thema “Lebendige Gewässer” verdient gemacht hatten.

Unter ihnen Heinz Hammans, Verbandsvorsteher WBV Gelderner Fleuth. Er setzte sich für die Durchführung von verschiedenen Renaturierungsmaßnahmen an den zum Teil stark veränderten Gewässern in seinem Verbandsgebiet ein.


Verabschiedung des Sprechers Friedrich Freiherr von der Leyen

Festveranstaltung zur Ehren Herrn Friedrich von der Leyens am 20. November 2015 im Hotel "Wacht am Rhein"

Herr von der Leyen war von 1997 bis 2004 Sprecher im Arbeitsausschuss des „Arbeitskreises der deichpflichtigen Wasser- und Bodenverbände und Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf“. Nach dem Zusammenschluss der Hochwasserschutz- und Gewässerunterhaltungspflichtigen wurde er auf der Gründungsveranstaltung im Jahr 2005 zum Sprecher des Arbeitskreises für Hochwasserschutz und Gewässer in NRW e.V. (AK HuG NRW) gewählt und übte dieses Amt bis März 2015 aus.

Für die Tätigkeit als Sprecher des AK HuG haben wir ihm in einer festlichen Runde am 20. November 2015 gedankt. Der neue Sprecher des AK HuG Herr Hans-Heinrich Beenen und der Staatssekretär Herr Peter Knitsch würdigten Herrn von der Leyen mit ihren Reden, Bundesministerin Frau Dr. Barbara Hendricks ließ ein Grußwort verlesen und Herr Dr. Alexander Schink Staatssekretär a.D. hielt einen überaus interessanten Vortrag zum Thema Hochwasserschutz, Unterhaltung und Ökologisierung.



Exkursion in die Niederlande

Baustelle - Nijmegen omarmt de Waal

Am 24. Juni 2015 fuhren die Mitglieder des AK HuG in die Niederlande und besichtigten das Projekt “Mehr Raum für den Fluss – Nijmegen omarmt de Waal”. Nach einer ausführlichen Einführung in das Projekt im Informationszentrum haben wir die beeindruckende Baustelle besichtigt. Durch Anlage einer Nebenrinne und Verlängerung der Brücken wird dem Fluss wieder mehr Raum gegeben. Im gleichen Zuge wird das Flussufer erlebbar gemacht und für die Freizeitgestaltung erschlossen.


Am Nachmittag erläuterten uns die Vertreter des Rijkswaterstaat die Funktionsweise des Regelwerks am Pannerdenschen Kanal. Das Bauwerk dient der Regulierung der Abwasserströme des Rheins im Hochwasserfall. 2/3 der Wassermenge werden über die Waal d.h. über den Delta-Rhein in die Nordsee abgeführt, 1/3 der Wassermenge werden dem Ijssel-System zugeführt. Anhand wissenschaftlicher Auswertungen der Abflusssituation der vorangegangenen Jahre werden die Schottbalken vor der Hochwassersaison gesetzt. Ein Schließen bzw. Öffnen der Tore während eines Hochwassers ist nicht möglich.


Elbe-Exkursion

Geschlossener Deich in Fischbeck

Vom 29. September bis zum 1. Oktober 2014 fand unsere dreitägige Exkursion in die 2013 vom Hochwasser überfluteten Gebiete an die Elbe statt.

Die 12 Teilnehmer starteten am Montagmorgen mit zwei Kleinbussen in Richtung Magdeburg. Am Nachmittag wurden wir von Vertretern des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt an den Ein- und Auslassbauwerken der Überflutungsflächen des Havelschlauchs bei Havelberg in Empfang genommen. 1955 wurden zusätzlich rechts und links der Havel Flächen eingedeicht, die bei extremen Hochwasserereignissen zur Kappung des Scheitels geflutet werden. Beim vergangenen Hochwasser 2013 konnte durch die Flutung der Havelpolder eine spürbare Entlastung für Wittenberge erreicht werden. Anschließend informierten wir uns über den Hergang des Deichbruchs in Fischbeck. Sehen konnten wir allerdings nichts mehr, der Deich war längst wieder in Stand gesetzt.


Deichbaustelle Lödderitzer Forst

Am 2. Tag besichtigten wir das WWF-Projekt bei Dessau im Lödderitzer Forst. Bereits 2001, also vor dem ersten verheerenden Hochwasser nach der Vereinigung, wurde im Rahmen dieses Naturschutzprojektes damit begonnen, einen überflutbaren Auenverbund zwischen Mulde- und Saalemündung an der Mittleren Elbe zu schaffen. In diesem Zuge wurde der linksseitige Deich rückverlegt und schafft so eine Wasserspiegelabsenkung im Hochwasserfall von 28 cm für die stromaufwärts liegende Stadt Aken. Es entwickelten sich sehr interessante Gespräche zwischen den Deichgräfen, der Projektleiterin vom WWF sowie dem Bauleiter, sodass wir uns erst am späten Nachmittag von unseren Gastgebern verabschiedeten.


Am Mittwochmorgen trafen wir uns mit einem Mitarbeiter des Landesbetriebs Hochwasserschutz am noch zu errichtenden, steuerbaren Flutungspolder Rösa an der Mulde. Die Ortschaften Rösa und Brösa erhalten beide eine ortsnahe Hochwasserschutzanlage. Auf dem Trassenverlauf des alten, am Gewässer liegende Banndeichs wird ein neuer Zwei-Zonen-Deich mit Stütz- und Dränkörper errichtet. Der so entstehende Polder wird bei extremen Hochwasserereignissen zur Kappung des Hochwasserscheitels an einer vorgegebenen Stelle gesprengt. Hierdurch lassen sich Wasserspiegelabsenkungen bei einem HQ 200 im Mittel von 20 – 50 cm bis zur Mündung der Mulde in die Elbe erreichen. Der Auslass erfolgt über ein Bauwerk.

Nachdem wir noch einen Blick über den gefluteten und als Naherholungsgebiet genutzten Tagebau Bitterfeld geworfen hatten, machten wir uns auf den Heimweg und kamen am Abend wieder wohlbehalten am Niederrhein an.